Eine Entscheidung des BVergG lässt hoffen.

„Schwerkranke können Anspruch auf tödliche Dosis Betäubungsmittel für Suizid haben.“ schreibt die Süddeutsche Zeitung. Weiter heisst es: „In Extremfällen sollen Menschen bestimmen dürfen, wie und wann sie sterben wollen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden.

In Extremfällen können sterbewillige Patienten in Deutschland eine tödliche Dosis Betäubungsmittel zum Suizid erhalten. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag entschieden (Aktenzeichen: BVerwG 3 C 19.15).“ –> hier gehts zum Artikel

Ob und wann jemand als Extremfall gilt und unter einer unerträglichen Situation leidet, kann nie pauschal gesagt werden. Leiden wird immer subjektiv sein und es gilt immer den Einzelfall anzuschauen und erstmals Alternativen aufzuzeigen. Für Betroffene ist dieses Urteil sicher eine Erleichterung, da sie nun nicht ewig leiden müssten. Endlich wird das Selbstbestimmungsrecht nicht nur für das Leben sondern auch für den Tod anerkannt. Eine Entscheidung die längst fällig war und dem Bedürfnis der Bevölkerung (rund 80% befürworten die Beihilfe zum Suizid) entspricht.

Nun bleibt es zu hoffen, dass das Urteil auch Ärzten die Angst nimmt, Patienten, die sich vertrauensvoll an sie wenden, zu helfen. Sterben und Abschied nehmen kann für Leidende eine Erlösung sein. Wenn Angehörige und Freunde das erkennen, dann kann der Tod plötzlich ein ganz anderes Gesicht bekommen.